Verdauungsprobleme in den Wechseljahren

DR VIVIEN KARL Intimpflege Wechseljahre Frau von der Seite

Verdauungsprobleme in den Wechseljahren? Gehören zu den häufigsten Symptomen. Also keine Sorgen, wenn es im Magen und Darm grummelt oder der Toilettengang unregelmäßiger ist als zuvor. Die Ursachen für Verdauungsbeschwerden können in den Wechseljahren vielfältig sein und von Unverträglichkeiten bis zur hormonellen Veränderung reichen. Auf Dauer können Blähungen, Durchfall und Verstopfungen den Alltag jedoch sehr stark einschränken und Frauen belasten. Deshalb lohnt es sich, einige Verhaltensweisen anzupassen, um eine gesunde Darmflora zu stärken und das Verdauungssystem zu entlasten. 


Hier verraten wir dir:

  • Welche Verdauungsbeschwerden sind am häufigsten
  • Wie die Wechseljahre die Verdauung beeinflussen
  • Was man gegen Verdauungsprobleme in den Wechseljahren tun kann
  • Zusammenhänge von Menopause und Reizdarm
  • Ab wann zur regelmäßigen Darmkrebs-Vorsorge

 

Welche Verdauungsbeschwerden sind am häufigsten?

  1. Blähungen: Viele Frauen berichten von vermehrten Blähungen während der Wechseljahre. Einige spüren dabei besonders dolle Krämpfe und Spannungen im Unterleib. 
  2. Verstopfung: Wer weniger als drei Mal in der Woche Stuhlgang hat, leidet unter Verstopfungen. Das kommt in den Wechseljahren häufig vor und kann Begleitbeschwerden wie Bauchschmerzen und Blähungen mit sich bringen. 
  3. Magen-Darm-Beschwerden: Frauen können auch Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Übelkeit oder Sodbrennen während der Wechseljahre erfahren. 
  4. Gewichtszunahme: Viele Frauen nehmen während der Wechseljahre an Gewicht zu, insbesondere im Bauchbereich. Überschüssiges Bauchfett kann den Druck auf den Magen erhöhen und zu Verdauungsproblemen führen, wie beispielsweise Sodbrennen oder Reflux.

Wie die Wechseljahre die Verdauung beeinflussen

Um noch besser zu verstehen, wie Hormone und die Verdauung in den Wechseljahren zusammenhängen, braucht es noch mehr Forschung. Einige Anhaltspunkte gibt es aber bereits. In den Wechseljahren sinken die Sexualhormone Östrogen und Progesteron und bringen so einige Abläufe im Körper durcheinander. Dazu zählt auch die Verdauung. Denn Östrogen spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung der Verdauung, indem es die Durchblutung des Magen-Darm-Trakts erhöht und eine gesunde Darmflora fördert.

Cortisol und die Verdauung

Außerdem kann das Stresshormon Cortisol den Magen-Darm-Trakt leichter reizen. Erhöhter Stress kommt in der Perimenopause zum Beispiel durch Schlafmangel oder äußere Faktoren wie Veränderungen in der Beziehung, Finanzen oder das Pflegen von Angehörigen besonders häufig vor. Auch Hitzewallungen und die hormonellen Veränderungen können die Cortisolproduktion erhöhen. Das kann ebenfalls zu allen Arten von Verdauungsproblemen wie Verstopfungen, Durchfall oder Blähungen beitragen.

Stoffwechsel in der Menopause

Zudem bewirkt die Menopause, dass sich der Stoffwechsel verlangsamt. Mit zunehmendem Alter verbrennt unser Körper weniger Kalorien. Deshalb nehmen die meisten Menschen im Alter automatisch zu. Durch die langsamere Verdauung fällt es dem Körper schwerer, Nahrung aufzuspalten und Nährstoffe aufzunehmen. Die Folge: Verdauungsprobleme können schlimmer werden.

Progesteron und Verdauungsbeschwerden

Plötzlich muss man nicht mehr so oft auf die Toilette oder viel häufiger als sonst. In den Wechseljahren leiden viele Frauen an Verstopfungen und Durchfall. Der Progesteronspiegel ist in dieser Zeit nicht mehr so hoch wie zu Zeiten der Menstruation, was zu einer Verlangsamung der Darmtätigkeit führt und die Zeit verlängert, in der die Nahrung verdaut und ausgeschieden wird. Je länger der Stuhl nicht ausgeschieden wird, desto trockener wird er. Und Verstopfungen entstehen.

Der Beckenboden und die Verdauung

Eine weitere mögliche Ursache für Darmbeschwerden ist eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur. Sie kommt bei Frauen häufig in den Wechseljahren, nach der Geburt oder durch genetische Faktoren vor.

Verdauungsenzyme

Im Alter nimmt die Produktion von Verdauungsenzymen ab. Sie sind für die Aufspaltung von Nährstoffen in der Nahrung notwendig. Durch die geringere Menge an Enzymen wird die Verdauung langsamer. Das kann zu Verdauungsproblemen wie Verstopfungen führen. 

Was man gegen Verdauungsprobleme in den Wechseljahren tun kann

Auch wenn Verdauungsprobleme während der Wechseljahre üblich sind, müssen Frauen sie nicht einfach durchstehen. Wir haben einige Tipps gesammelt, die helfen können Verdauungsbeschwerden zu lindern.

  1. Gesunde Ernährung: Klingt selbstverständlich, aber Süßigkeiten und Fast Food können sehr verlockend sein und sich zu viel in den Alltag schleichen. Gegen den Genuss an sich ist natürlich nichts einzuwenden, bei Verdauungsbeschwerden sollte man jedoch etwas strenger auf eine ausgewogene Ernährung mit vielen Ballaststoffen, Proteinen und gesunden Fetten achten.
  2. Langsam essen: Das Essen langsam und bedächtig zu genießen, macht nicht nur mehr Spaß weil sich die Aromen besser entfalten können. Dadurch wird die Freisetzung des wichtigen Verdauungsenzyms Amylase angeregt. Außerdem verhindert man durch gutes Kaufen, dass man sich den Magen vollstopft und das Verdauungssystem durch zu große Portionen belastet.
  3. Trinken, trinken, trinken: Genügend Flüssigkeit ist grundlegend für ein funktionierendes Verdauungssystem! Deshalb lohnt es sich, darauf zu achten wirklich genügend Wasser zu trinken. Funktionelle Getränke, die Probiotika enthalten, wie z. B. Kombuchas, können außerdem helfen.
  4. Regelmäßige Bewegung: Körperliche Betätigung kann den Stoffwechsel anregen und eine gesunde Verdauung fördern. Als grobe Richtlinie kann man sich mindestens 30 Minuten moderaten Sport am Tag merken. Dazu zählen zügiges Gehen, Joggen oder Radfahren.
  5. Stress reduzieren: Stress hat viele negative Auswirkungen auf unseren Körper und die Psyche. Auch das Verdauungssystem kann Stress schaden, daher ist es wichtig, Stress so gut es geht zu reduzieren oder Bewältigungsstrategien zu lernen. Yoga, Meditation und tiefe Atemübungen können hilfreich sein, um Stress abzubauen und eine gesunde Verdauung zu fördern.
  6. Probiotika: Die Präparate mit lebende Bakterien können eine gesunde Darmflora unterstützen. Probiotika sind in fermentierten Lebensmitteln wie Joghurt, Kefir und Sauerkraut enthalten oder können als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.
  7. Ärztliche Beratung: Wer dauerhaft unter Verdauungsbeschwerden leidet sollte sich nicht scheuen, zusätzliche Behandlungen und Medikamente in Betracht zu ziehen. Denn die dauerhafte körperliche Belastung kann sich auch psychisch auswirken.

Zusammenhänge von Menopause und Reizdarm

Manche Frauen erleben in der Perimenopause starke Beschwerden, obwohl sie in jüngeren Jahren nie an einem Reizdarmsyndrom gelitten haben. Es gibt Untersuchungen, die darauf hindeuten, dass das Reizdarmsyndrom bei Frauen durch Östrogen und Progesteron beeinflusst werden kann. Auf den Zellen des Magen-Darm-Trakts wurden Rezeptoren für beide Hormone nachgewiesen, und Schwankungen dieser Hormone (die vor und während der Menopause häufig auftreten) scheinen das Auftreten und die Schwere der Symptome des Reizdarmsyndroms zu beeinflussen. Doch es braucht noch mehr Studien, um diesen Zusammenhang vollständig zu verstehen.

Ab wann zur regelmäßigen Darmkrebs-Vorsorge

Ab 50 sollten Frauen eine regelmäßige Krebsvorsorge durchführen. Wer davor unter häufigen Beschwerden leidet, sollte jedoch schon früher ärztliche Beratung in Anspruch nehmen. In Deutschland können Frauen zwischen 50 und 54 Jahren einen jährlichen Stuhltest durchführen lassen. Der Test untersucht, ob nicht sichtbares Blut im Stuhl vorhanden ist. Ab 55 Jahren können Frauen eine Darmspiegelung zur Vorsorge durchführen lassen. Sie ist noch zuverlässiger als der Stuhltest. Außerdem können Krebsvorstufen während der Darmspiegelung sofort entfernt werden. Wenn der Befund unauffällig war, können Frauen die Darmspiegelung nach 10 Jahren wiederholen.

 

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