Willkommen zum DR. VIVIEN KARL Achtsamkeitskurs
Wir freuen uns, dass du da bist und dir selbst etwas Gutes tun möchtest!
Woche 3
Bewegung und Körperwahrnehmung
Unser Körper verändert sich ständig – oft leise, manchmal deutlich spürbar. Sei es durch den Zyklus, hormonelle Veränderungen wie während der Wechseljahre oder durch Stress. Diese Veränderungen bewusst wahrzunehmen und ihnen mit Achtsamkeit zu begegnen, ist ein wichtiger Schlüssel für langfristiges Wohlbefinden. Bewegung und feine Körperwahrnehmung spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie helfen, Spannungen zu lösen, innere Stabilität aufzubauen und die Verbindung zum eigenen Körper zu stärken.
Eine achtsame Verbindung zum Körper kann unterstützen, Signale frühzeitig zu erkennen, Beschwerden sanft entgegenzuwirken und Vertrauen in die eigene Kraft zu entwickeln. Wenn Bewegung nicht als Leistung, sondern als Form der Selbstfürsorge verstanden wird, entstehen Momente der Ruhe, der Präsenz und der inneren Balance – mit positiver Wirkung auf das gesamte Wohlbefinden und die Intimgesundheit.
Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren
Während der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel deutlich. Dieses Hormon spielt jedoch eine zentrale Rolle für viele Prozesse im weiblichen Körper. Es ist besonders wichtig für die Durchblutung und Elastizität der Beckenbodenmuskulatur, die Stabilität von Bindegewebe und Schleimhäuten sowie für die natürliche Feuchtigkeit der vaginalen Schleimhaut.
Sinkt der Östrogenspiegel, verändern sich diese Strukturen spürbar: Das Gewebe im Beckenboden und in der Vulva und Vagina kann dünner, trockener und weniger elastisch werden. In der Folge lässt die Spannkraft nach, was sich unter anderem auf die Kontinenz, das Körpergefühl und das sexuelle Empfinden auswirken kann. Diese Veränderungen sind ein natürlicher Teil der hormonellen Umstellung. Umso wichtiger ist es deshalb, den Körper bewusst wahrzunehmen und gezielt zu unterstützen.
Welche Rolle spielt der Beckenboden?
Der Beckenboden ist ein komplexes System aus Muskeln, Nervensträngen und Gewebe, welcher unseren gesamten Rumpf stützt. Er spannt sich wie ein Segel zwischen Schambein, Steißbein und den Hüftknochen und bildet so ein flexibles Fundament. Dabei übernehmen verschiedene Muskelschichten wichtige Funktionen. Die bekannteste ist die Kontinenz, also die Kontrolle über die Blasen- und Darmfunktion. Dabei wird deutlich, dass der Beckenboden sich auch entspannen muss, beispielsweise beim Wasserlassen und der Darmentleerung. Das Gute ist, dass man diese Muskeln trainieren kann!
5 Übungen, die deinen Beckenboden stärken
Diese Übungen kannst du ganz einfach zu Hause nachmachen. Alles was du brauchst ist eine bequeme Unterlage. Wenn du keine Matte hast, geht es auch in deinem Bett oder auf dem Boden.
Für ein effektives Training versuche jede Übung mindestens 5x zu wiederholen.
Übung 1: Der Storch
Stelle dich aufrecht hin, die Beine stehen hüftbreit auseinander. Die Füße haben festen Kontakt mit dem Boden.
- Die Knie sind locker. Das Becken ist leicht gekippt. Der Oberkörper stabil.
- Spanne den Beckenboden und den Bauch beim Ausatmen bewusst an. Der Unterbauch wird kurz, der Beckenboden schließt sich.
- Halte den Beckenboden in Spannung und gehe dabei auf der Stelle.


Übung 2: Die kleine Brücke
Lege dich auf den Rücken und stelle die Füße hüftbreit auf.
- Spanne das Gesäß fest an und hebe es allmählich vom Boden ab. Dabei langsam ausatmen, sodass sich das Zwerchfell hebt.
- Dies wirkt zusammen mit der Bauch- und Rückenmuskulatur auf die Beckenbodenmuskulatur. Der Beckenboden schließt sich.
- Beim Einatmen das Gesäß auf den Boden senken und die Spannung des Beckenbodens lösen.


Übung 3: Die große Brücke
Die Startposition ist die Endpositon der Übung 2. Du hältst die Spannung in der Beckenbodenmuskulatur und atmest gleichmäßig.
- Füße im Wechsel vom Boden abheben.
- Auf eine waagerechte Haltung des Beckens achten.
- Hüfte versuchen in der Luft zu lassen und nicht abzusenken.


Übung 4: Der Schnabel
Drehe dich auf die Seite. Die Füße liegen aufeinander. Die Beine sind leicht gebeugt.
- Der untere Arm liegt unter dem Kopf, die obere Hand ist vor dem Brustbein aufgestellt. Das Becken ist leicht nach vorne gekippt.
- Mit dem Ausatmen drücke die Ferse fest zusammen, das obere Knie wird abgespreizt - der Beckenboden schließt sich.
- Dabei den Rücken strecken und das Brustbein heben, der Nacken ist lang.
- Mit dem Einatmen die Knie wieder schließen.


Übung 5: Der Sitz
Setze dich aufrecht auf einen Hocker für die Übung
- Verlagere das Gewicht auf die Vagina.
- Atme langsam aus und spanne die Muskulatur im Beckenboden kräftig an.
- Zähle mit. Wenn du bis 10 kommst, ist das sehr gut.


Tipps für ein effektives Training
Entscheidend ist vor allem die Regelmäßigkeit: Schon 5-10-Minuten-Training pro Tag reichen aus, um langfristig positive Effekte zu erzielen. Achte dabei auf besonders auf die richtige Technik: Dein Fokus sollte auf einem sanften Anspannen und vollständigen Loslassen der Muskulatur liegen, da übermäßige Spannung kontraproduktiv wirkt.
Wenn du das Training mit bewusster Atmung und einer guten Körperhaltung verbindest, kann sich der Trainingseffekt deutlich verstärken. Bewegungsformen wie Beckenbodentraining, Yoga oder Pilates eignen sich hierfür besonders gut. Eine fachliche Begleitung ist ebenfalls sinnvoll, da Physiotherapeut:innen oder speziell ausgebildete Beckenbodentrainer:innen dabei unterstützen können, deine Muskulatur korrekt wahrzunehmen und gezielt zu aktivieren.
Achtsamkeit praktizieren mit Yoga-Techniken
Während Beckenbodentraining gezielt Stabilität und Kontrolle fördert, geht Yoga einen Schritt weiter: Es verbindet diese innere Kraft mit fließender Bewegung, bewusster Atmung und mentaler Präsenz. So entsteht ein ganzheitlicher Zugang zum Körper, jenseits von Funktion, hin zu Wahrnehmung und Selbstfürsorge.
Gerade in Phasen hormoneller Umstellungen kann diese Kombination eine wertvolle Unterstützung sein, da körperliche und emotionale Veränderungen oft Hand in Hand gehen. Yoga schafft Raum, um zur Ruhe zu kommen, Spannungen zu lösen und den eigenen Körper neu wahrzunehmen.
Bewusste Bewegungen fördern Beweglichkeit, stärken die Muskulatur und vertiefen das Körpergefühl. Gleichzeitig wirkt achtsames Atmen beruhigend auf das Nervensystem und unterstützt die innere Balance. So stärkt Yoga nicht nur den Körper, sondern auch die Selbstwahrnehmung, das Wohlbefinden und das Vertrauen in den eigenen Körper.
Darüber hinaus kann Yoga helfen, innere Veränderungsprozesse bewusst und selbstbestimmt zu begleiten. Die Praxis fördert Akzeptanz, innere Ruhe und emotionale Stabilität, baut Spannungen und Stimmungsschwankungen ab und wird von vielen Frauen als eine Art „Reset“ erlebt – ein Ritual, das sie immer wieder zurück in ihre Mitte bringt.

Wusstest du, dass er verschiedene Yoga-Stile gibt?
- Hormon-Yoga nach Dinah Rodrigues: speziell zur Stimulierung der Hormonproduktion entwickelt
- Yin Yoga: tief entspannend, wirkt auf Faszien, Becken und Nervensystem
- Restorative Yoga: regenerativ, sanft, ideal gegen Erschöpfung
- Sanftes Hatha- oder Vinyasa-Yoga: für Kraft und Beweglichkeit
Unterschied zwischen Yin Yoga und Restorative Yoga
Yin Yoga und Restorative Yoga sind ruhige, entschleunigende Yogastile, die das Nervensystem beruhigen und Körperwahrnehmung fördern. Trotz äußerlicher Ähnlichkeit verfolgen sie unterschiedliche Ziele.
Yin Yoga arbeitet mit Haltungen, die etwa 3–5 Minuten gehalten werden, um tiefer liegende Strukturen wie Faszien und Gelenke anzusprechen. Der Fokus liegt auf Achtsamkeit, Geduld und dem bewussten Spüren – körperlich, emotional und energetisch.
Restorative Yoga stellt Entspannung und Regeneration in den Mittelpunkt. Die Positionen werden mithilfe von Kissen und Decken vollständig unterstützt und oft bis zu 20 Minuten gehalten. Ziel ist tiefes Loslassen, Stressreduktion und innere Ruhe.
Kurz gesagt: Yin Yoga wirkt tiefer ins Gewebe und den Energiefluss, während Restorative Yoga vor allem Erholung und tiefe Entspannung schenkt. Beide ergänzen sich ideal für mehr Achtsamkeit und Selbstfürsorge.
Ein sanfter 10 Minuten Yoga Flow für dich
In diesem Video erwartet dich ein sanfter, fließender Yoga-Flow. Er lädt dich ein, bewusst in Bewegung zu kommen und ganz bei dir anzukommen. Die Abfolge ist so gestaltet, dass du sie leicht mitmachen kannst – egal, ob du gerade erst mit Yoga beginnst oder dir eine achtsame Auszeit für deinen Körper wünschst. Lass dich von deinem Atem führen, bewege dich in deinem eigenen Tempo und nutze diese Zeit, um Kraft, Beweglichkeit und innere Ruhe zu verbinden.

Wie wir uns bewegen, wird auch davon beeinflusst, in welcher Atmosphäre wir uns befinden. Klänge, Rhythmus und Musik können das Nervensystem beruhigen, den Körper weicher werden lassen und uns dabei unterstützen, ganz im Moment anzukommen.
Musik ist ein großer Teil unseres Lebens. Deshalb findest du hier eine Spotify-Playlist, die dich im Alltag begleitet. Beim Dehnen, Atmen, Spazierengehen oder Innehalten.
Hinweis: Um die Playlist anzuhören brauchst du ein Spotify-Konto. Dieses kannst du dir kostenlos erstellen.
Kostenlos auf Spotify öffnenKennst du schon Femtasy?
Achtsamkeit und eine feine Körperwahrnehmung sind der Schlüssel, um wieder eine tiefe, liebevolle Verbindung zu sich selbst aufzubauen.
Femtasy schafft einen geschützten Raum, in dem Sinnlichkeit, innere Bilder und bewusstes Spüren zusammenfließen dürfen. Jenseits von Leistungsdruck und Erwartungen lädt Femtasy dazu ein, den eigenen Körper neu zu entdecken, Empfindungen achtsam wahrzunehmen und Intimität als etwas Sanftes, Selbstbestimmtes und Stärkendes zu erleben.
Bei Femtasy gibt es eine große Auswahl an sinnlichen Hörspielen für Frauen. Du entscheidest, wonach du dich sehnst! Möchtest du die Realität hinter dir lassen? Sinnliche Geschichten und echte Sounds entführen dich in eine andere Welt. Du möchtest dich neu entdecken? Soul-Audios schicken dich auf eine Reise durch deinen Körper.
Pflege, die deine Bewegungen optimal begeleitet
Unsere Produktempfehlungen
Achtsame Bewegung beginnt dort, wo wir unseren Körper bewusst wahrnehmen – mit all seinen Empfindungen, Bedürfnissen und Grenzen. Gerade in Phasen hormoneller Veränderungen kann es hilfreich sein, Bewegung nicht nur als Aktivität, sondern als Form der Selbstzuwendung zu verstehen. Sanfte Pflegeprodukte können diesen Prozess unterstützen, indem sie den Körper geschmeidig halten und das Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden stärken.
Die Intimcreme kann dich im Alltag als sanfte Pflegeroutine begleiten, besonders dann, wenn deine Haut sensibler reagiert. Sie unterstützt ein angenehmes Hautgefühl im Intimbereich und kann helfen, Trockenheit oder Spannungsgefühle zu reduzieren. Das kann eine wichtige Grundlage sein, um dich bei Bewegung wohler in deinem Körper zu fühlen.
Die Gleitcreme ergänzt diese Pflege in Momenten, in denen Bewegung, Berührung oder Körperkontakt im Fokus stehen. Sie kann Reibung reduzieren, ein Gefühl von Weichheit fördern und dazu beitragen, Bewegungen während des Liebesspiels fließender und angenehmer zu erleben.
So werden Pflege, Bewegung und Achtsamkeit zu einem Zusammenspiel: kleine Rituale, die deinen Körper unterstützen, die Wahrnehmung zu vertiefen und dabei helfen, dich auch im Alltag verbunden, sicher und präsent zu fühlen.
Teste dein Wissen im Quiz
Wir hoffen, dass du auch in dieser zweiten Themenwoche unserer Achtsamkeitsreihe etwas Mitnehmen konntest und mit neuen Routinen ins neue Jahr starten kannst.
Wir freuen uns dich hier nächste Woche wieder mit einem neuen Thema begrüßen zu können. Schau dazu einfach weiterhin in deine Emails.
Um dein neues Wissen direkt zu testen, findest du hier unser Routinen-im-Alltag-Quiz. Wir sind gespannt, wie viel du mitnehmen konntest!






















