Scheidenbrennen ist ein unangenehmes Symptom, das durch verschiedene Ursachen wie bakterielle Infektionen, Pilzinfektionen, Allergien oder falsche Intimhygiene ausgelöst werden kann. Häufige Symptome sind Juckreiz, Rötungen und ein veränderter Ausfluss. Bei der Behandlung helfen Antibiotika bei bakteriellen Infektionen und Antimykotika bei Pilzinfektionen. Natürliche Hausmittel wie Aloe Vera oder Kamillensitzbäder können Linderung verschaffen. Zur Vorbeugung sollten atmungsaktive Unterwäsche getragen und sanfte Hygieneprodukte verwendet werden. Bei anhaltendem Brennen ist ein Arztbesuch ratsam.
Was ist Scheidenbrennen?
Scheidenbrennen ist ein Gefühl von unangenehmem, stechendem oder brennendem Schmerz im Vaginalbereich. Es wird häufig von weiteren Beschwerden wie Juckreiz, Schmerzen beim Wasserlassen und einem veränderten Ausfluss begleitet. Diese Beschwerden können auf eine Entzündung oder Infektion im Intimbereich hinweisen. Zu den häufigsten Ursachen für Scheidenbrennen gehören:
- Bakterielle Infektionen, wie bakterielle Vaginose
- Pilzinfektionen, etwa durch den Hefepilz Candida albicans
- Allergien oder Reizungen durch chemische Substanzen
- Veränderte Intimhygiene oder zu enge Kleidung
Wie sieht Scheidenbrennen aus?
Scheidenbrennen äußert sich oft mit sichtbaren Symptomen wie Rötungen und Schwellungen im äußeren Intimbereich. Der Bereich rund um die Vulva kann gereizt oder empfindlich auf Berührung reagieren. Gelegentlich treten auch Hautrisse oder Wunden auf, die das Brennen noch verstärken können. In Verbindung mit einem veränderten Ausfluss, der je nach Ursache dickflüssig, krümelig oder wässrig sein kann, hilft das bei der Diagnosestellung.

Was hilft bei Scheidenbrennen und Jucken?
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die helfen können, das unangenehme Brennen zu lindern. Einige der effektivsten Maßnahmen sind:
Arztbesuch:
Eine ärztliche Untersuchung ist der erste Schritt, um die genaue Ursache des Brennens festzustellen. Mit einem Abstrich kann der Arzt feststellen, ob eine bakterielle Vaginose, ein Scheidenpilz oder eine andere Ursache für das Brennen verantwortlich ist.
Medikamentöse Behandlung:
Bei bakteriellen Infektionen sind Antibiotika erforderlich. Pilzinfektionen werden mit Antimykotika behandelt, die in Form von Salben, Zäpfchen oder Tabletten verabreicht werden.
Natürliche Hausmittel:
Es gibt einige Hausmittel, die Linderung verschaffen können. Aloe Vera und Kamillensitzbäder können beruhigend wirken. Auch Teebaumöl hat entzündungshemmende Eigenschaften. Diese Mittel sollten jedoch nur ergänzend und nach Absprache mit dem Arzt verwendet werden.
Intimhygiene anpassen:
Verwenden Sie milde, pH-neutrale Produkte für die Intimpflege. Vermeiden Sie parfümierte Seifen oder Intimdeos, die die Schleimhäute reizen können.
Ursachen für Scheidenbrennen
Ein häufiges Symptom für Juckreiz oder Brennen im Intimbereich ist eine Infektion durch den Pilz Candida albicans, der für viele Fälle von Scheidenpilz verantwortlich ist. Aber es gibt auch viele andere Gründe, die zu Brennen oder Juckreiz im Intimbereich führen können. Diese möglichen Ursachen im Überblick:
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Scheidentrockenheit – Besonders typisch in der Schwangerschaft oder während der Wechseljahre, wenn hormonelle Veränderungen die Vaginalschleimhaut austrocknen.
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Falsche Intimpflege – Der Einsatz von „scharfen“ Pflegeprodukten oder parfümierten Seifen kann den pH-Wert der Scheide stören und zu Juckreiz und Brennen führen.
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Vaginale Infektionen, wie zum Beispiel Scheidenpilz, sind häufige Auslöser für diese Beschwerden.
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Bakterielle Infektionen der Scheide, wie die bakterielle Vaginose, können ebenfalls Brennen und unangenehme Reizungen verursachen.
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Mechanische Reizungen, wie zu enge Unterwäsche oder häufiges Reiben, können das Brennen ebenfalls verstärken.
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Krankheiten wie Diabetes mellitus können das Risiko für Infektionen erhöhen und damit auch Scheidenbrennen begünstigen.
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Hauterkrankungen wie Ekzeme, Allergien oder Autoimmunerkrankungen können ebenfalls zu Schmerzen und Brennen im Vaginalbereich führen.
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Medikamente oder Strahlentherapien, die die Schleimhäute angreifen und Reizungen verursachen können.
- Psychische Ursachen – Stress und emotionale Belastungen können ebenfalls körperliche Symptome wie Scheidenbrennen verstärken.

Scheidenpilz und Periode: Warum das Brennen häufiger auftritt
Hormonelle Veränderungen während der Periode:
Während der Menstruation sinkt der pH-Wert der Scheide, was das Wachstum von Hefepilzen wie Candida albicans begünstigen kann. Dies führt oft zu Scheidenpilz, der sich durch Juckreiz und Brennen äußert.
Menstruationsprodukte als Auslöser:
Die Verwendung von Tampons und Binden aus synthetischen Materialien kann den Intimbereich reizen und das Risiko für Scheidenpilz erhöhen. Der Umstieg auf atmungsaktive, natürliche Produkte kann helfen, das Brennen zu lindern und die Scheidenflora zu schützen.
Was tun bei Scheidenbrennen?
Wenn das Scheidenbrennen durch eine bakterielle Vaginose oder Pilzinfektion verursacht wird, ist eine gezielte Behandlung notwendig. Bei wiederkehrenden Infektionen kann die regelmäßige Einnahme von Probiotika oder Milchsäurebakterien helfen, das natürliche Gleichgewicht der Vaginalflora wiederherzustellen. Außerdem sollten betroffene Frauen auf atmungsaktive Unterwäsche aus natürlichen Materialien achten und enge oder synthetische Kleidung vermeiden, um zusätzliche Reizungen zu verhindern.
Wichtige Präventionsmaßnahmen sind:
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Vermeidung von zu häufiger Intimhygiene: Zu viele Reinigungen, besonders mit Seifen, können den pH-Wert der Scheide durcheinanderbringen.
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Verwendung von Kondomen: Bei häufig wechselnden Partnern kann ein Kondom das Risiko für Infektionen senken.
- Stressabbau: Stress kann das Immunsystem schwächen und Infektionen begünstigen.
Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?
Wenn das Scheidenbrennen länger anhält, sich verschlimmert oder mit weiteren Symptomen wie starkem Ausfluss, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Fieber einhergeht, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Eine schnelle Diagnose ermöglicht eine gezielte Behandlung und hilft, schwerwiegendere Gesundheitsprobleme zu vermeiden.
Quellen
https://www.onmeda.de/symptome/brennen-scheide-id201590
https://spiegel-der-gesundheit.de/bakterielle-vaginose-im-intimbereich